Natur

An einem sonnigen Vormittag im Oktober

Der Wind trägt den Duft von feuchter Erde und reifen Äpfeln durch meinen Garten, während die Natur sich langsam, aber unaufhaltsam in ihr goldenes Festkleid hüllt.

Doch wer glaubt, dass im herbstlichen Garten nun endlich Ruhe einkehrt, der täuscht sich – hinter den Kulissen herrscht geschäftiges Treiben.

Im goldenen Licht der Herbstsonne flitzt ein Eichhörnchen im Zickzackkurs über den Rasen. Im Maul trägt es eine Walnuss. Es scharrt hektisch am Fuß der alten Eiche, vergräbt seinen Schatz, drückt die Erde mit den Pfoten fest und eilt sogleich weiter. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, um die Wintervorräte aufzustocken.

Ein paar Meter weiter, im tiefen Dickicht unter der Hecke, raschelt es im trockenen Laub. Ein Igel schiebt seine feuchte Nase durch die Herbstblätter. Er nutzt jede Stunde, um sich an Käfern, Insektenlarven und gelegentlich einer Schnecke sattzufressen – er braucht dringend noch ein paar Gramm Winterspeck, bevor die große Kälte kommt.

In den Zweigen des Apfelbaums herrscht ebenfalls Aufruhr. Ein Rotkehlchen pickt nach den letzten verbliebenen Früchten, während Meisen sich an den Samen der verblühten Sonnenblumen bedienen. Über ihnen, hoch am Himmel, ziehen schon die Zugvögel in Keilformation in Richtung Süden.

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Am Boden, in den Blüten der Astern, summen die letzten trägen Hummeln und Wildbienen, während bunte Marienkäfer sich bereits in die Rindenspalten des alten Kirschbaums zurückziehen.

Auch die Amphibien spüren den Umschwung – eine dicke Erdkröte kriecht langsam unter einen flachen Stein, um Schutz vor dem nahenden Frost zu suchen.

Jeden Tag beobachte ich dieses Schauspiel und weiß, dass nun meine Zeit zum Helfen gekommen ist.

Ein Winterquartier für unsere Gartenbewohner

Anstatt den Garten akribisch aufzuräumen, greife ich bewusst zu einer sanften Strategie. Ich sammle das bunte Herbstlaub vom Rasen, doch anstatt es zu entsorgen, harke ich es zu einem großen Laub- und Reisighaufen zusammen. Es ist das perfekte, warme Winterquartier, das der Igel und die Erdkröte so dringend suchen.

Laub, Stauden und Nistkästen

Auf einen lauten Laubsauger verzichte ich ganz – zu groß ist die Gefahr, dabei Insekten und andere kleine Gartenbewohner zu verletzen oder einzusaugen. Auch die vertrockneten Stauden und Gräser bleiben stehen. Ihre hohlen Stängel bieten manchen Insekten einen geschützten Platz zum Überwintern, und ihre Samen sind im tiefsten Winter eine Lebensversicherung für die Vögel.

Bevor der Tag endet, reinige ich noch die alten Nistkästen, fülle frisches Wasser in die Vogeltränke und stelle auch für die Igel eine flache Schale mit frischem Wasser bereit. Dann gilt die Aufmerksamkeit den Pflanzen, die den Winter nicht ohne meine Hilfe überstehen.


Auch die Pflanzen brauchen Schutz vor dem Winter

Die mediterranen Pflanzen ziehen um

Die stolzen, mediterranen Zitrusbäume und der Oleander, die den Sommer über die Terrasse schmückten, ziehen heute um. Gemeinsam mit meinem Schwager tragen wir sie behutsam in ihre hellen, kühlen und frostfreien Winterquartiere im Gartenhäuschen und im Keller, bevor die erste Frostnacht ihren Blättern schaden kann.

Rosen und Kübelpflanzen winterfest machen

Für die Rosen meiner Frau im Beet gibt es eine Extraportion Fürsorge – wir häufeln zusätzliche Erde rund um ihre empfindlichen Veredelungsstellen an und decken sie mit Tannenzweigen ab – wie mit einer schützenden Wolldecke gegen den Frost.

Die winterharten Stauden im Topf, die draußen bleiben müssen, werden winterfest verpackt. Hierzu stellen wir die Kübel auf dicke Holzplatten, damit die Kälte nicht vom Boden hineinkriecht, und umwickeln sie mit Jutesäcken.

Der Garten ist bereit für den Winter

Als die Sonne langsam hinter den Bäumen versinkt, drehe ich noch den Außenwasserhahn ab und lasse das restliche Wasser aus den Schläuchen laufen. Nachdem auch die Regentonne geleert ist, schließe ich das Gartentor. Der Garten ist nun bereit.


Mensch, Tier und Pflanze können dem Winter nun gelassen entgegenblicken.

Der Herbst zeigt uns, wie wichtig Schutz und Vorsorge sind – das gilt für die Natur genauso wie für unser eigenes Zuhause.

Ich als Ihr Schädlingsbekämpfer sorge mich eben auch darum, dass das Gleichgewicht stimmt. Tun wir den Nützlingen also etwas Gutes, damit wir im Frühjahr einen gesunden Start haben!

Machen Sie es sich gemütlich und kommen Sie gut durch den Herbst.

Ihr Schädlingsbekämpfer Raymond Schneider

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