Tipps rund um den Garten im Herbst von Raymond Schneider
Im September ist Erntezeit, während sich die Natur gleichzeitig schon auf den bevorstehenden Winter vorbereitet. Um Tiere und Pflanzen optimal zu schützen, sollten Sie jetzt gezielte Maßnahmen ergreifen.
Viele Nützlinge suchen bereits im September schon nach geeigneten Winterquartieren und sammeln Nahrung für die kalte Jahreszeit.
Die Igel suchen ab September aktiv nach Nahrung und Plätzen für ihren Winterschlaf. Zu ihrem Schutz sollten Sie Laub- und Reisighaufen in ruhigen Gartenecken liegen lassen. Und verzichten Sie unbedingt auf Ihren Rasenmähroboter in der Dämmerung, er könnte dem Igel schaden.
Insekten wie Bienen, Hummeln und Marienkäfer benötigen dringend Nahrung und Verstecke. Zu ihrem Schutz schneiden Sie die verblühten Stauden nicht ab, da sie als Überwinterungsort dienen. Spätblühende Pflanzen dienen als wichtige Pollenquelle.
Jetzt Anrufen: 0163 4767263Auch die Vögel bereiten sich auf den Winter vor. Zu ihrem Schutz sollten Sie die Samenstände von Blumen stehen lassen. Des Weiteren reinigen Sie jetzt alte Nistkästen, damit die heimischen Vögel sie im Winter als Kälteschutz nutzen können.
Und vergessen Sie nicht die Teichbewohner wie Kröten, Molche und Fische. Sie suchen Schutz am Teichboden oder in der näheren Umgebung. Zu ihrem Schutz spannen Sie ein Teichnetz, um herabfallendes Laub abzufangen, da faulendes Laub im Wasser den Fischen den Sauerstoff raubt. Wenn das Laub komplett heruntergefallen ist, reinigen Sie den Teich noch einmal ordentlich, damit Ihre Teichbewohner den Winter überleben.
Der September hat schon oft die ersten kalten Nächte, weshalb empfindliche Pflanzen geschützt oder vorbereitet werden müssen.
Die Knollen von Dahlien & Begonien vertragen keinen Frost. Zu ihrem Schutz schneiden Sie die Pflanzen nach dem ersten leichten Frost bodennah ab und graben Sie die Knollen aus, um sie frostfrei im Keller zu überwintern.
Mediterrane Kübelpflanzen wie Palmen, Olivenbäumchen, Oleander und Zitrusbäume reagieren empfindlich auf sinkende Temperaturen. Zu ihrem Schutz sollten Sie die Pflanzen auf Schädlinge überprüfen und einen hellen, kühlen Raum als Winterquartier vorbereiten.
Noch reifendes Gemüse wie Tomaten, Kürbisse, Gurken und Zucchini liegen oft direkt auf dem feuchten, kalten Boden auf. Zu ihrem Schutz legen Sie Stroh oder dünne Holzbrettchen unter Kürbisse und Zucchini, um Fäulnis durch Bodenfeuchtigkeit zu verhindern.
Schützen Sie Ihre Tomaten vor spätem Regen, sonst gibt es Krautfäule.
Empfindliches Gemüse wie Mangold, Salate und Spinat wachsen noch. Zu ihrem Schutz halten Sie bei plötzlichen Kälteeinbrüchen in der Nacht Gartenvlies bereit, um die Beete abzudecken.
Fallobst sollten Sie zügig auflesen, wenn Sie es liegen lassen, schimmelt alles und lockt Wespen an.
TIPP: Lassen Sie jedoch ein paar Äpfel für Vögel und Igel als wichtige Energiequelle liegen.
Schonend ernten - achten Sie bei der Gemüse- und Obsternte darauf, benachbarte Pflanzen und Wurzeln nicht zu beschädigen.
Den Boden sollten Sie mulchen, sobald ein Beet abgeerntet ist, dazu sollten Sie den nackten Boden mit Mulch, Laub oder einer Gründüngung bedecken, um ihn vor dem Austrocknen und vor Nährstoffauswaschung zu schützen.
Der September ist die absolute Hochsaison für die Vorratshaltung. Wenn die Ernte auf einmal reif wird, ist das Haltbarmachen die beste Methode, um den Sommer geschmacklich in den Winter zu retten.
Auch beim Kammerjäger wird bevorratet - meine Frau und meine Schwiegermutter sind immer fleißig, was die Vorratshaltung angeht.
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