Natur

Warmer August und die Kraft der Nützlinge

Hallo, hier ist wieder Euer Schädlingsbekämpfer und Nützlingsförderer Raymond Schneider aus Saarbrücken. Heute gibt es wieder aktuelle Gartentipps für die Saarregion.

Im August steht der Garten in voller Pracht. Viele Pflanzen blühen noch oder wieder, der Rasen ist grün und kräftig und der Nutzgarten versorgt Sie mit frischem Obst und Gemüse.

Im warmen August sind aber auch in den Gärten im Saarland und in Saarbrücken vor allem Blattläuse, Schnecken und Weiße Fliegen aktiv. Sie schädigen Gemüsepflanzen, Beeren und Blumen durch Fraß oder das Absaugen von Pflanzensaft.

Worauf müssen Sie nun im Garten achten?

Wühlmäuse: Sie nagen unterirdisch an den Wurzeln von Obstbäumen und fressen Knollen.

Blattläuse: Sie sitzen oft an Kräutern, Gurken und Kohl, saugen den Pflanzensaft und rollen Blätter ein.

Schnecken: Sie fressen die Blätter von Salaten, Blumen und reifenden Früchten wie Himbeeren und Erdbeeren.

Trauermücken: Winzige schwarze Mücken, die um Blumentöpfe schwirren. Ihre Larven knabbern an den Wurzeln von Jungpflanzen.

Weiße Fliegen: Sie befallen besonders gerne Kohlpflanzen wie Rotkohl oder Weißkraut. Oft erkennt man die kleinen weißen Insekten an den Blattunterseiten.

Spinnmilben: Kaum sichtbare rote und gelbe Punkte, deren feine Gespinste die Blattunterseiten überziehen. Sie treten besonders bei hohen Temperaturen und trockener Luft auf.

Erdflöhe: Die Gemeinen Erdflöhe sitzen nicht nur im Gras, sondern hinterlassen auch kleine Löcher in den Blättern von Kohl und Radieschen.

Kohlweißling: Gefräßige grüne Raupen können Kohlpflanzen innerhalb weniger Tage nahezu vollständig kahl fressen.

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Was können Sie dagegen tun?

Absammeln: Sammeln Sie Schnecken und Raupen regelmäßig von Hand ab.

Abspülen: Besprühen Sie Blattläuse mit einem kräftigen Wasserstrahl.

Gelbtafeln einsetzen: Hängen Sie Gelbtafeln auf, um Weiße Fliegen zu fangen.

Nützlinge fördern: Marienkäfer und Vögel helfen auf natürliche Weise dabei, viele Schädlinge zu reduzieren. Gerade wenn es so warm und trocken ist, helfen Tränken!

Wühlmäuse: Bei Wühlmäusen helfen Drahtkörbe, die bereits beim Pflanzen eingesetzt werden. Auch natürliche Vergrämungsmittel können hilfreich sein.

Vorbeugung ist der beste Pflanzenschutz

Vorbeugung ist das A und O – denn gesunde Pflanzen sind weniger anfällig! Der beste Schutz vor Ernteverlusten besteht also darin, einen Befall gar nicht erst entstehen zu lassen.

Der richtige Standort: Sonnen- und Schattenverhältnisse sowie eine gute Luftzirkulation sorgen für kräftige, widerstandsfähige Pflanzen und beugen Krankheiten sowie Schädlingsbefall vor.

Gesunde Pflanzen stärken: Eine ausgewogene Düngung mit natürlicher Pflanzenjauche, regelmäßiges Gießen und hochwertiges Substrat machen Pflanzen widerstandsfähiger.

Mischkultur nutzen: Eine ausgewogene Mischkultur im Zusammenspiel mit Kräutern hilft dabei, Schädlinge fernzuhalten. Bestimmte Pflanzenkombinationen, zum Beispiel Tomaten mit Basilikum, können viele Schädlinge fernhalten.


Regelmäßig kontrollieren: Wer Blätter und Triebe regelmäßig überprüft, entdeckt einen Befall frühzeitig und kann schnell reagieren.

Schutznetze und Vliese: Sie bilden eine einfache, aber effektive Barriere gegen Insekten wie den Kohlweißling oder die Kirschessigfliege.

Den Boden pflegen: Kompost und Mulch fördern ein gesundes Bodenleben und kräftige Pflanzen.

Mein Tipp: Bei einem starken Befall sollten betroffene Pflanzen möglichst früh von gesunden Pflanzen getrennt werden. So lässt sich eine weitere Ausbreitung oft verhindern.

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In diesem Sinne: „Bleiben Sie schädlingsfrei!“

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